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18-34 Jahre
35-44 Jahre
45-54 Jahre
ab 55 Jahre
Darmkrebsvorsorge
Hautkrebsvorsorge

Prostatakrebs - Ein sehr häufiger Krebs beim Mann

Pflicht zur Prävention?

Vorsorge

Vorsorgeuntersuchungen sind ein sinnvoller Baustein zur Erhaltung der Gesundheit. Das Angebot der Vorsorge richtet sich vorwiegend an Gesunde.

Ziel ist es, Erkrankungen, deren Verlauf bei rechtzeitiger Erkrennung abgemildert werden kann, eben auch rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Den Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen legt der Gemeinsame Bundesausschuß fest. Er beschließt, welche Untersuchungen von den Krankenkassen als Leistungen übernommen werden müssen und was die Bestandteile der Untersuchungen sind. Dies können Sie im einzelnen nachlesen auf der Seite des Gemeinsamen Bundesausschusses (g-ba), hier unter "Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinien" und "Krebsfrüherkennungs-Richtlinien". Alle in diesem Rahmen durchgeführten Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Das Angebot an Vorsorgeuntersuchungen ist manchmal schwer zu durchschauen. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir die angebotenen Vorsorgen nach Altersgruppen dargestellt. Hier werden auch die Impfungen mit berücksichtigt.

Im Anschluss daran finden sich die Beschreibungen der einzelnen Vorsorgeuntersuchungen.

 

 

Gesundheit zwischen 18 und 34 Jahren

 Im Alter zwischen 18 und 34 Jahren ist das Risiko, an gefährlichen Erkrankungen zu erkranken gering. Daher ist, was Vorsorge betrifft, bis auf einige Dinge weniges zu beachten. Für alle gilt: Tetanus und Diphtherie-Impfschutz alle 10 Jahre auffrischen. 

Nur für Männer:

Gesetzliche Vorsorgeuntersuchungen werden noch nicht angeboten.

Nur für Frauen:

Ab Dem 20. Lebensjahr regelmäßige Kontrollen durch den Frauenarzt.

 

pfeilob

 

Gesundheit zwischen 35 und 44 Jahre

 Ab 35 kommen neben der regelmäßigen Kontrolle und gegebenenfalls Auffrischung des Impfstatus die Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten dazu. Diese wird bei uns auch Vorsorgeuntersuchung oder Check-up genannt.

Für Männer und Frauen

Vorsorgeuntersuchung (Check-up)

Was eine Vorsorgeuntersuchung beinhaltet, wird in den Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinien des Bundesausschusses ausgeführt.

Die durchzuführenden Maßnahmen richten sich insbesondere auf die Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Die Vorsorgeuntersuchung ist umsonst.

Inhalte der Gesundheitsuntersuchung

Der Inhalt der Gesundheitsuntersuchung umfasst folgende Leistungen:

  • Erhebung der Eigen-, Familien- und Sozialanamnese
  • Klinische Untersuchung

 Bei der klinischen Untersuchung wird bei uns das Gewicht auf die Erkennung der o.a. Erkrankungen gelegt.

 

  • Blutdruck messen
  • Herz, Lunge, Bauch, Schilddrüse Nierenlager untersuchen
  • Pulsstatus
  • Haut untersuchen

uvm.

Laboruntersuchung

  • Gesamtcholesterin
  • Glucose
  • Untersuchung aus dem Urin: Eiweiß, Glucose, rote und weisse Blutkörperchen, Nitrit

Beratung

Nach Abschluss aller Untersuchungen erfolgt die Erstellung eines persönlichen Risikoprofils und wir beraten Sie gerne über Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihr Risiko, eine schwere Krankheit zu erleiden, reduzieren können.

Für Männer und Frauen

Hautkrebs-Vorsorge

Seit dem 01.07.2008 bieten die gesetzlichen Krankenkassen eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung an. Diese kann alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.

Nur für Frauen

Kontrolle durch den Frauenarzt. Krebsfrüherkennung

  • des Genitals
  • der Brust
  • der Haut

Impfung

Bis zum 60. Lebensjahr benötigen Sie, wenn Sie nicht chronisch erkrankt sind als Grundimpfung nur alle zehn Jahre die Auffrischung des Tetanus- und Diphtherie-Impfschutzes, zusätzlich einmalig eine Keuchhustenimpfung.

pfeilob

 

Gesundheit 45 - 54 Jahre

Ab 45 kommen neben der regelmäßigen Kontrolle und gegebenenfalls Auffrischung des Impfstatus und der Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten die Krebsfrüherkennungsmaßnahmen bei Männern dazu.

Für Männer und Frauen

Vorsorgeuntersuchung (Check-up) alle 2 Jahre

Was eine Vorsorgeuntersuchung beinhaltet, wird in den Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinien des Bundesausschusses ausgeführt.

Die durchzuführenden Maßnahmen richten sich insbesonders auf die Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Die Vorsorgeuntersuchung ist umsonst.

Der Inhalt der Gesundheitsuntersuchung umfasst folgende Leistungen:

  • Erhebung der Eigen-, Familien- und Sozialanamnese
  • Klinische Untersuchung

Bei der klinischen Untersuchung wird bei uns das Gewicht auf die Erkennung der oa. Erkrankungen gelegt.

  • Blutdruck messen
  • Herz, Lunge, Bauch, Schilddrüse, Nierenlager untersuchen
  • Pulsstatus
  • Haut untersuchen

Laboruntersuchung

  • Gesamtcholesterin
  • Glucose
  • Untersuchung aus dem Urin: Eiweiß, Glucose, rote und weisse Blutkörperchen, Nitrit

Beratung

Nach Abschluss aller Untersuchungen erfolgt die Erstellung eines persönlichen Risikoprofils und wir beraten Sie gerne über Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihr Risiko eine schwere Krankheit zu erleiden, reduzieren können.

 Für Männer und Frauen

Hautkrebsvorsorge

Seit dem 01.07.2008 bieten die gesetzlichen Krankenkassen eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung an. Diese kann alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr in Anspruch genommen werden. 

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Gesundheit ab 55 Jahre

 Ab 55 kommen neben der regelmäßigen Kontrolle und gegebenenfalls Auffrischung des Impfstatus und der Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten und den Krebsfrüherkennungsmaßnahmen bei Männern die Darmspiegelung für Männer und Frauen dazu.

Für Männer und Frauen

Vorsorgeuntersuchung (Check-up) alle 2 Jahre Was eine Vorsorgeuntersuchung beinhaltet, wird in den Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinien des Bundesausschusses ausgeführt.

Die durchzuführenden Maßnahmen richten sich insbesonders auf die Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Die Vorsorgeuntersuchung ist umsonst.

Der Inhalt der Gesundheitsuntersuchung umfasst folgende Leistungen:

 

Erhebung der

  • Eigen-,
  • Familien- und
  • Sozialanamnese

 

Bei der klinischen Untersuchung wird bei uns das Gewicht auf die Erkennung der oa. Erkrankungen gelegt.

  • Blutdruck messen
  • Herz, Lunge, Bauch, Schilddrüse Nierenlager untersuchen
  • Pulsstatus
  • Haut untersuchen

 

Laboruntersuchung

  • Gesamtcholesterin
  • Glucose
  • Untersuchung aus dem Urin: Eiweiß, Glucose, rote und weisse Blutkörperchen, Nitrit

 

Beratung

Nach Abschluss aller Untersuchungen erfolgt die Erstellung eines persönlichen Risikoprofils und wir beraten Sie gerne über Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihr Risiko, eine schwere Krankheit zu erleiden, reduzieren können.

Für Männer und Frauen

Hautkrebs-Vorsorge

Seit dem 01.07.2008 bieten die gesetzlichen Krankenkassen eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung an. Diese kann alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.

Für Männer und Frauen

Darmspiegelung zur Darmkrebs-Vorsorge Ab dem 55. Lebensjahr stehen Ihnen zwei Darmspiegelungen zur Vorsorge im Abstand von 10 Jahren zu. Diese werden von erfahrenen Gastroenterologen durchgeführt. Falls Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich an uns. Wir beraten Sie gerne.

Nur für Frauen

Kontrolle durch den Frauenarzt.

Krebsfrüherkennung

 

  • des Genitals - der Brust - der Haut
  • Zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr: Mammographie-Screening durch ein erfahrenes Zentrum.

Diese Untersuchungen führen wir auch bei uns durch:

  • ab dem 50. digitale Untersuchung des Enddarms
  •  zwischen dem 50. und dem 54. Lebensjahr: jährlich einmal die Durchführung eines Schnelltests auf Blut im Stuhl

Nur für Männer

Jedes Jahr Es steht die jährliche Untersuchung der Prostata, des äusseren Genitals, der Haut sowie des Enddarms an. Diese Untersuchungen werden klinisch durchgeführt, das heisst durch Abtasten der Prostata, des Genitals und des Enddarms. 

Diese Untersuchungen führen wir bei uns in der Praxis durch.

Impfung

Bis zum 60. Lebensjahr benötigen Sie als Grundimpfung nur alle zehn Jahre die Auffrischung des Tetanus- und Diphtherie-Impfschutzes.

Ab dem 60. Lebenjahr kommen eine eimaligec Impfung gegen Pneumokokken - Erreger von Lungenentzündung - und Grippeschutzimpfungen (jährlich) dazu. 

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Darmkrebsvorsorge - ungeliebt aber dringend nötig

Wie häufig ist Darmkrebs?

Ab dem 55. Lebensjahr nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, an einem Darmkrebs zu erkranken. Sie liegt ab diesem Alter bei 1:33.

 

Wie entsteht Darmkrebs?

Er entsteht aus Darmpolypen, die sich in einem Zeitraum von mindestens fünf bis zehn Jahren über verschiedene Vorstufen zu einem bösartigen Geschwür entwickeln können. Bis die ersten Beschwerden entstehen, können noch einmal zehn Jahre vergehen. Werden die Vorstufen des Krebses entfernt, kann kein Krebs entstehen.

 

Welche Möglichkeiten der Vorsorge gibt es?

Als Möglichkeiten der Vorsorge bestehen

  • der Papierstreifentest
  • die Darmspiegelung

Der Papierstreifentest wird zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr jährlich von den Krankenkassen als Vorsorgeleistung übernommen. Sollten Sie sich nicht für eine Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr entschieden haben, wird er ab dann alle 2 Jahre durchgeführt.

Hierbei wird der Stuhl auf mit dem Auge nicht sichtbare Blutspuren untersucht. Die Testbriefchen erhalten Sie kostenlos in unserer Praxis. Auf diese tragen Sie zu Hause an drei Tagen kleine Stuhlproben auf. Wir untersuchen die Proben in unserem Labor, wobei wir selbst kleinste Blutspuren nachweisen können.

Allerdings: Der Nachweis von Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben. So kann Blut auch bei kleinsten Magenblutungen oder bei Blutungen aus Hämorrhoiden nachgewiesen werden. Manchmal zeigt sich auch nach dem Verzehr von Fleisch, bestimmten Gemüsesorten, Eisentabletten, Aspirin u.a. ein Testergebnis, das so aussieht, als wäre Blut im Stuhl. Außerdem kann auch wenn wir kein Blut im Stuhl nachweisen ein Darmkrebs, der eben nicht blutet, vorhanden sein. Denn: Ein bösartiger Tumor kann bluten, er muss es aber nicht.

Die Darmspiegelung wird zwischen dem 55. und dem 75. Lebensjahr alle 10 Jahre von der Krankenkasse als Vorsorgeleistung übernommen.

Falls Sie sich darüber beraten lassen wollen, kommen Sie bitte in unsere Praxis. Die Darmspiegelung selbst können wir leider nicht durchführen. Hierzu werden wir Sie per Überweisungen an einen entsprechenden Facharzt weiterleiten.

Bei der Darmspiegelung werden in fast 100% alle Darmkrebsvorstufen erkannt und entfernt.

pfeilob

 

Hautkrebsvorsorge

Wer kann wann an der Untersuchung teilnehmen?

Seit dem 01.07.2008 gibt es für alle Kassenpatienten nach dem Willen des G-BA (Gemeinsamen Bundesausschusses) eine standardisierte Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung ab dem Alter von 35 Jahren. Die Untersuchung wird alle 2 Jahre kostenlos durch uns durchgeführt.

 

Wie häufig tritt Hautkrebs überhaupt auf?

Laut G-BA erkranken in Deutschland etwa 120.000 Menschen an den verschiedenen Formen des Hautkrebs. In der Gemeinde Grasberg mit einer Einwohnerzahl von ca. 7.700 treten damit statistisch gesehen ca. 11 Hautkrebsfälle im Jahr neu auf. Allein am malignen Melanom sterben jährlich etwa 2.000 Menschen bundesweit. Rechnet man dies auf die Einwohnerzahl von Grasberg an, verstürbe in Grasberg statistisch gesehen alle 5 Jahre ein Mensch allein an diesem besonders bösartigem Hauttumor.

Für eine Vorsorgeleistung bestand für Kassenpatienten bisher kein gesetzlicher Anspruch. Sie musste als IGeL (Individuelle Gesundheits-Leistung) aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Kosten hierfür lagen zwischen 40 und 70 Euro. Privat Krankenversicherte erhielten die Untersuchung schon längst erstattet. Das Hautkrebsvorsorgeprojekt ist weltweit einmalig. Bisher liegen noch keine Erfahrungen mit einer so gross angelegten Hauskrebsvorsorge vor. Das Hautkrebsvorsorgeprojekt ist zunachst für 5 Jahre befristet. Der Erfolg der Vorsorgeuntersuchung wird dann überprüft und das Projekt gegebenenfalls verlängert. Experten und die Deutsche Krebshilfe empfehlen einen jährlichen Rhythmus der Vorsorgeuntersuchung. Denn innerhalb von 2 Jahren kann sich ein bösartiger Hauttumor so stark vergrössern, dass er Tochtergeschwülste in anderen Organen bilden kann. Dadurch wird die Prognose deutlich verschlechtert.

 

Wer führt Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchungen durch?

Die Untersuchung darf nur von bestimmten, von der Kassenärztlichen Vereinigung genehmigten Ärzten durchgeführt werden. Zur Erlangung der Genehmigung ist die Teilnahme an einer zertifizierten Fortbildung notwendig. Selbstverständlich besitzen wir diese Genehmigung.

 

Wie wird die Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung durchgeführt?

Die Untersuchung erfolgt durch betrachten der gesamten, unbekleideten Haut und der Schleimhäute. Mögliche kritische Stellen werden mit einer Lupe untersucht.

Bitte tragen Sie vor der Untersuchung keine Schminke auf und verwenden kein Haarspray. Das erschwert die Untersuchung.

Falls Sie sich für eine Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung entschieden haben, vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Praxis.

 

pfeilob

 

Prostatakrebs - Ein sehr häufiger Krebs beim Mann

.....und nur wenige nehmen an der Vorsorgeuntersuchung teil

Wie gross ist das Risiko, dass es mich trifft?

Jährlich sterben in Deutschland ca. 10.000 Männer am Prostatakrebs und es werden jedes Jahr 50.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Damit ist der Prostatakrebs zur häufigsten bösartigen Erkrankung beim Mann geworden. Für die Gemeinde Grasberg bedeutet dies, dass jedes Jahr ca. 4-5 Männer erkranken und gut jedes Jahr ein Mann daran verstirbt.

Was kann ich dagegen tun?

Um das Risiko eines schweren Verlaufes zu verringern und den Krebs zu entdecken bevor Tochtergeschwüre auftreten können, gibt es die sogenannte rectale Untersuchung. Dabei wird die Prostata durch den Enddarm vom Arzt abgetastet. Ausserdem kann im Blut ein Laborwert, das PSA - Prostataspezisches Antigen -, bestimmt werden. Sind ca. 100% aller Männer zur PSA-Bestimmung bereit, schrecken ca. 75% vor der Austastung des Enddarmes zurück. Dabei wird nur diese Untersuchung von den Krankenkassen übernommen. Sie ist, trotzdem sie für den zu Untersuchenden oft als unangenehm empfunden wird, wichtig.

Denn: die gutartige Prostatavergrösserung macht frühzeitig Beschwerden. Hierbei kommt es zu erschwertem Wasserlassen. Der bösartige Prostatakrebs hingegen führt erst in einem späten Stadium zu Veränderungen. Er wächst meist nicht in der Nähe der Harnröhre, sondern in Enddarmnähe, so dass dieser nur ertastet werden kann. Allerdings wachsen bei einem auffälligen Tastbefund schon ca. die Hälfte aller Tumore organüberschreitend. Dennoch wird durch die rectale Austastung des Enddarms eine beachtliche Zahl an bösartigen Veränderungen rechtzeitig erkannt. Nehmen Sie daher ab dem 45. Lebensjahr an der jährlichen Prostatakrebsvorsorge teil

Was bringt die Bestimmung des PSA-Wertes?

Gleich vorweg: Es ist schwierig, einen bösartigen Krebs allein durch eine Laboruntersuchung zu erkennen. Ein erhöhter PSA-Wert kann unter Umständen zu Verunsicherung führen und eine ganze Kette von diagnotischen Massnahmen nach sich ziehen. Denn mit einem erhöhten PSA-Wert ist ein bösartiger Tumor noch lange nicht nachgewiesen. Auch ein negativer PSA-Wert einen bösartigen Tumor nicht hundertprozentig ausschliessen kann. Mit anderen Worten: Der PSA-Wert ist ein Mosaikstein in der Vorsorgediagnostik oder der Verlaufskontrolle und bedarf in der Zusammenschau mit anderen diagnostischen Massnahmen der geschulten Interpretation. Er kann die rectale Untersuchung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Denn: nur jeder 3. bis 4. Mann mit einem erhöhten PSA-Wert hat tatsächlich einen bösartigen Tumor. So liegt der Vorhersagewert bei leicht erhöhten Werten (PSA zwischen 2 und 4 ng/ml) nur bei 10%. Das heisst, dass nur jeder zehnte Mann bei leicht erhöhten Werten tatsächlich einen Prostatakrebs hat.

Bei mittelstark erhöhten Werten (PSA zwischen 4 und 10 ng/ml) hat jeder 4. Mann einen bösartigen Tumor. Und bei stark erhöhten Werten (ab 10 ng/ml) steigt die Wahrscheinlichkeit, einen bösartigen Prostatatumor zu haben auf 50% an.

Fazit: Durch eine einmalige Bestimmung des PSA-Wertes kann man einen bösartigen Tumor nicht nachweisen. Wichtiger als die einmalige Bestimmung scheint die individuelle PSA-Dynamik zu sein. Im Laufe des Lebens kommt es allmählich zu einem Anstieg des PSA im Blut. Die Anstiegsgeschwindigkeit im Laufe der Jahre ist anscheinend ein wichtiger Parameter. So kommt es bei 95% der Männer ohne Prostatakrebs zu einem Anstieg von weniger als 0,75 ng/ml pro Jahr, während es so zu sein scheint, dass Männer mit Prostatakrebs eine schnellere Anstiegsgeschwindigkeit haben. Hierzu liegen aber noch unzureichende Daten vor. Eventuell werden dieses Jahr Ergebnisse von Studien veröffentlicht, die dies bestätigen. Sollte sich dies bestätigen, würde dem Verlauf des PSA-Wertes ein erhöhter Wert in der Diagnostik zukommen. Daher empfehlen wir Ihnen, die PSA-Bestimmung regelmässig neben der rectalen Untersuchung durchführen zu lassen. Selbstverständlich bieten wir eine solche Untersuchung an. 

pfeilob

 

Pflicht zur Prävention?

Sollten Sie bestimmte Vorsorgeangebote der Krankenkassen nicht nutzen, kann Sie das unter Umständen teuer zu stehen kommen.

Betroffen hiervon sind zunächst die nach dem 01.04.1987 weiblich Geborenen und die nach dem 01.04.1962 männlich Geborenen. Sollte bei Ihnen eine chronische Erkrankung auftreten, werden Sie nicht von der Zuzahlungspflicht befreit, sondern müssen bis zu 2% Ihres Jahresgehaltes an Zuzahlungen leisten.

Dabei gilt, dass die Vorsorgeuntersuchung als in Anspruch genommen gilt, wenn Sie sich über die jeweiligen Früherkennungsmaßnahmen vom Arzt beraten ließen, wenn Sie das erforderliche Anspruchsalter erreicht haben. Die Beratung muss innerhalb von 2 Jahren nach Erreichen der jeweiligen Altersgrenze durch einen Arzt erfolgen, der auch berechtigt ist, die Untersuchung durchzuführen.

Die Beratungspflicht besteht vorerst nur für die Früherkennung von Brustkrebs, Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

Diese Pflicht zur Prävention sehen wir kritisch. Jeder sollte freiwillig an den Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen können ohne negative Konsequenzen, falls man es nicht tut.

pfeilob

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Gesundheit zwischen 35 und 44 Jahre

Ab 35 kommen neben der regelmäßigen Kontrolle und gegebenenfalls Auffrischung des Impfstatus die Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten dazu. Diese wird bei uns auch Vorsorgeuntersuchung oder Check-up genannt.

Für Männer und Frauen

Vorsorgeuntersuchung (Check-up)

Was eine Vorsorgeuntersuchung beinhaltet, wird in den Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinien des Bundesausschusses ausgeführt.

Die durchzuführenden Maßnahmen richten sich insbesondere auf die Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Die Vorsorgeuntersuchung ist umsonst.

Inhalte der Gesundheitsuntersuchung

Der Inhalt der Gesundheitsuntersuchung umfasst folgende Leistungen:

  • - Erhebung der Eigen-, Familien- und Sozialanamnese
  • - Klinische Untersuchung

Bei der klinischen Untersuchung wird bei uns das Gewicht auf die Erkennung der oa. Erkrankungen gelegt.

  • - Blutdruck messen
  • - Herz, Lunge, Bauch, Schilddrüse Nierenlager untersuchen
  • - Pulsstatus
  • - Haut untersuchen

uvm.

 

Laboruntersuchung

  • - Gesamtcholesterin
  • - Glucose
  • - Untersuchung aus dem Urin: Eiweiß, Glucose, rote und weisse Blutkörperchen, Nitrit

 

Beratung

Nach Abschluss aller Untersuchungen erfolgt die Erstellung eines persönlichen Risikoprofils und wir beraten Sie gerne über Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihr Risiko, eine schwere Krankheit zu erleiden, reduzieren können.

Emblem Gemeinsamer Bundesausschuss

Für Männer und Frauen

Hautkrebs-Vorsorge

Seit dem 01.07.2008 bieten die gesetzlichen Krankenkassen eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung an. Diese kann alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr in Anspruch genommen werden. Mehr....(Gesundheit_Vorsorge_Hautkrebsvorsorge)

Nur für Frauen

Kontrolle durch den Frauenarzt. Krebsfrüherkennung

  • - des Genitals
  • - der Brust
  • - der Haut

Impfung

Bis zum 60. Lebensjahr benötigen Sie als Grundimpfung nur alle zehn Jahre die Auffrischung des Tetanus- und Diphtherie-Impfschutzes. Mehr zu den Impfungen.....(Gesundheit_Impfungen?)

 

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. Dezember 2011 um 06:41 Uhr